Mutter aller Menschen

[MADRE DI TUTTI]

Ein Brief und ein Gemälde aus dem Jahre 1544

 

ai particolari
 

Im Sommer 1998 hatte ich mich auf die Suche nach einem neuen Thema für einen Roman begeben. In jenen Tagen traf ich zufällig einen Verwandten, der als Antiquar tätig geworden war. Er lud mich ein, seine neuen Geschäftsräume zu besuchen und ich tat ihm diesen Gefallen. Als ich das Gemälde von Novazio sah, wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass ich daraus eine Geschichte entwickeln würde, denn oft erscheinen uns die Personen oder Gegenstände, die bedeutend für unser Leben werden, auf den ersten Blick nichtssagend oder fremd. Ich erinnere mich, es an einen anderen Ort gestellt zu haben, um es besser betrachten zu können, wobei ich darauf achtete, mich nicht an den verrosteten Nägeln zu verletzen, die aus dem kaputten Rahmen herausragten. Das Bild war großflächig beschädigt, jedoch das Datum 1544 und der mir genannte Preis überzeugten mich zum Kauf. Der Restaurator, Massimo Facchini, dem ich es gleich darauf anvertraute, fand hinter einer Querstrebe einen autobiographischen Brief des Malers, den ich bei dem international angesehenen Kalligraphen Brody Neuenschwander authentifizieren liess. Der Titel, Mutter aller Menschen [MADRE DI TUTTI], den ich dem Gemälde gegeben habe, ist mir vom Inhalt des Briefes suggeriert worden. Ich bin sicher, dass die Besuchern genauso verblüfft sein werden, wie ich es war und heute noch bin.

die Einzelheiten

Die Fotos des Gemäldes sind von Damiano Morandini.

  

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